Hühner

Unsere Haushühner haben ihre Wurzeln in Asien. Eines der ältesten Hühner (ca. 3200 v.Chr.) ist das Bankiva-Huhn und lebt im indischen Dschungel. Es ist klein und erinnert an ein Rebhuhn.

Hühner gehören in allgemeinen zu den Scharrvögel.

Durch intensive Scharrbewegungen, abwechselnd mit beiden Füssen, suchen sie die meiste Zeit nach Nahrung.

Insekten, Würmer, Samen, Sand und Erde, sowie Pflanzenteile gehören zu ihren Vorlieben. Diese werden im körpereigenen Vorratsbehäter dem Kropf gesammelt, was an einen Hamster erinnert. Wilde Hühner legen im Jahr etwa 8-12 Eier.


Die Sinne

Hühner riechen bis zu zehn Mal besser als wir Menschen, wobei es rassenbedingte Schwankungen gibt.

Hühner haben keine Schweissdrüsen, weshalb sie frostige Zeiten besser als die Hitze ertragen. Gegen die Hitze hilft nur kühles Wasser und ein aufgesperrter Schnabel, ähnlich wie bei Hunden.

Aufgrund ihrer Nachtblindheit, suchen sie bei der Dämmerung instinktiv ihren Stall auf, der ihnen Schutz und Sicherheit vor Feinden gibt. Wilde Hühner suchen sich in diesem Fall möglichst hohe Bäume, um sich vor Gefahren zu schützen.

Nebst dem guten Gehör aller Hühner, haben sie ein weiteres sehr hilfreiches Schutz-Organ, es nennt sich Vibrationsorgan. Damit können sie kleinste Vibrationen vom Boden oder aus der Luft wahrnehmen.

Im Gegensatz zu den Haushühnern, haben die wilden Hühner einen viel ausgeprägteren Wortschatz. Sie verfügen über etwa dreissig verschiedene stimmliche Ausdrucksformen. (Quelle: Buch, Tiere halten hinterm Haus)


Was das Huhn ausmacht...

Ich wünscht ich wär ein Huhn, dann hätt ich nichts zu tun...

Wer kann, legt bereits am frühen Morgen ein Ei und geht sogleich auf Futtersuche.

Zur Tagesmitte wird ein genüssliches Sandbad genommen, was zur Pflege von Haut und Gefieder dient. Es folgt weitere Futtersuche.

 

Rangordnung

Ist kein Hahn in einer Hühnergruppe, übernimmt das Rangoberste Huhn die Funktion des Hahns. Da lässt sie auch ein morgendliches krähen nicht aus. Es kann sogar dazu führen, dass sie andere Hennen zu decken versucht.

Unter Hühnern besteht eine sehr klar festgelegte Hackordnung, welche durch hohe Kampfbereitschaft mit Schnabelhacken, aber auch durch dominantes Auftreten ausgemacht wird. Dies wird solange ausgefochten, bis klar ist, wer wem unterliegt und wer die Gruppe führt.

 

Nachkommen

Bei den Wildhühnern ist die Balzzeit vom April bis Oktober. Bei den Haushühnern besteht eine ganzjährige Balz.

Um die Hühner zu umwerben, trippelt der Hahn tänzerisch um die Hühner herum, spreizt seine Flügel und das restliche Gefieder gekonnt auf.

Offeriert sich eine Henne, bespringt er ihren Rücken und es kommt zur Paarung.

Nach dem Akt tanzt er ihr nochmals vor.

Nach der Balz von Wildhühnern, verliert der Hahn sein prächtiges Gefieder und erhält ein schlichtes Federkleid.

Die Henne legt 2-3 Tage nach der Paarung ein befruchtetes Ei. Während bis zu weiteren 4 Tagen die Befruchtung vorhält, legt die Henne im 30 Stunden Takt bis zu 8 Eier. Die Eier legt das Wildhuhn in eine Bodenmulde. Erst nach Beendigung der Eiablage brütet sie drei Wochen lang.

Aufgrund des reichhaltigen Eigelbes, welches die frischgeschlüpften Küken kurz vor dem Schlüpfen noch verzehrt haben, brauchen sie für die nächsten 24h keine weitere Nahrung.

 

Die Küken

In den ersten 35 Stunden findet die Zeit der Prägung statt, in deren die Küken ihre Umgebung und das Verhalten der Glucke kennen lernen. Die Glucke ist eine vorzügliche Küken-Mama und zeigt ihren Nestflüchtern sofort, wie sie Nahrung vom Boden aufpicken. Sie lernen scharren, wie sie ihr Gefieder pflegen und wie sie sich bei Gefahr verhalten sollen. Fremde Küken werden von der Wildhuhnglucke zutode gehackt.

Nach 8 Wochen verliert die Henne ihre Mutterinstinkte und hackt vor allem nach den Junghähnen.

(Quellen: Buch, Tiere halten hinterm Haus)

 


Schweizer Huhn

Auf unserem Bauernhof halten und züchten wir das legendäre Schweizerhuhn, welches seinen ganzen Stolz in den Schweizer Nationalfarben in Szene stellt.

Das Schweizerhuhn ist eine Zweinutzungsrasse, das heisst, es legt sowohl Eier, wie es auch zum Verzehr geeignet ist. Dies kam dem Huhn vor allem im zweiten Weltkrieg zugute.

 

Wir haben das Huhn als ein sehr gutmütiges, eher zahmes Huhn kennengelernt.

Es ist wenig temperamentvoll aber sehr robust und trotzdem wachsam.

 

Die Hähne wiegen zwischen 2.8 und 3.5 kg, die Hennen zwischen 2.4 und 2.8 kg.
Die Junghähne lassen sich ab ca. 8 Wochen anhand der stärkeren Läufe und den stärker entwickelten Rosenkämmen erkennen.

 

Herkunft und Geschichte
Der Ursprung des Schweizerhuhns liegt in Amriswil, wo Alfred Weiss 1905 aus verschiedenen Rassen, vor allem aber aus weissen Orpington- und Wyandotten-Hühnern, ein typisches Zweinutzungshuhn züchtete. 1910 wurde der erste Verein gegründet und ein Rassenstandard aufgestellt. Bis zum Zweiten Weltkrieg erfreute sich der Verein eines stetigen Mitgliederzuwachses. Nach dem Krieg, mit der einsetzenden Industrialisierung der Landwirtschaft verlor die Selbstversorgerlandwirtschaft aber rasch an Bedeutung - und mit ihr das Schweizerhuhn. 1971 zählte der Verein nur noch sechs Mitglieder. Seit 1991 führt ProSpecieRara das Schweizerhuhn-Projekt mit den wenigen noch verbliebenen Zuchtlinien weiter. In Zusammenarbeit mit engagierten Züchterinnen und Züchtern konnte die traditionelle Rasse vor dem Aussterben bewahrt werden. Heute sind die Eigenschaften der Schweizer Hühner für die Menschen wieder interessant, die eine extensive Hühnerhaltung betreiben und ihre Hühner ganzheitlich nutzen wollen: Hennen für die Eier und die Hähne für's Fleisch. (Quelle: PSR)